Reise & Foto Blog

Reise & Foto Blog

About the blog

Wichtiges und Unwichtiges über meine Reisen und meine Fotografie, sowie aus den von mir bereisten Ländern.

Es ist zum Kotzen

PhotographyPosted by Rainer Grosskopf Tue, January 19, 2016 12:09:37

Die Überschrift lässt erahnen, dass ich mich über irgendetwas ziemlich ärgern muss. Und schuld daran ist One.com, der Host/Provider von meiner Website.

Ende 2014 fing es an, dass ich von One.com laufend darauf hingewiesen wurde, dass ich meine Website für den neuen Web Editor konvertieren müsse, da der alte Web Creator ab März 2015 nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Andernfalls könnte ich danach meine Seiten nur noch im Quellcode bearbeiten. Ich befasste mich mal kurz mit der Sache und versuchte eine Seite zu konvertieren – es gelang mir aber leider nicht. Da mir die Zeit fehlte mich intensiver mit der Konvertierung zu befassen, schob ich das Ganze vor mir her. Die Website blieb ja auch im alten Zustand sichtbar, und nur Modifizierungen waren etwas mühsam. Allerdings reizten mich auch die möglichen Verbesserungen des Web Editors, z.B. die Anpassung der Darstellung für mobile Geräte (Smartphones).

An den Feiertagen um Weihnachten 2015 stieg ich erstmals ein wenig intensiver in den Web Editor ein und konvertierte erfolgreich ein paar meiner Seiten. Ich hatte Blut geleckt und begann weiter Seiten zu konvertieren. Dabei zeigten sich schon einige Schwächen des neuen Web Editors bzw. des Programms zur Umwandlung. Die Seiten eines Fotografen haben nun mal viele Fotos zum Inhalt, und jedes Foto hat bei mir eine Bildbeschreibung dabei, die im sogenannten title-tag oder alt-tag steht. Auch auf der gewandelten Website hat jedes Bild ein alt-tag, aber leider ist das Wandlungsprogramm nicht in der Lage die Bildbeschreibung zu übernehmen! Ich hätte gewarnt sein sollen, denn das bedeutet, dass ich bei jedem Bild erneut die Bildbeschreibung in den alt-tag einfügen musste, also entweder neu schreiben oder reinkopieren. Bei mehreren hundert Bildern kann man ahnen, dass es sich dabei um eine zeitraubende, langweilige Routinearbeit handelt. Aber ich hatte angefangen und machte weiter.

Ich hätte erneut gewarnt sein sollen, als ich auch bei weiteren Fragen an die Online-Beratung immer nur hörte: „Das geht leider nicht mit dem Web Editor“. Auch mehr als ein Jahr nach Einführung des Web Editors, scheint das Programm nicht sonderlich ausgereift zu sein. Aber ich machte weiter, und nach 3 Wochen !!!! Arbeit waren alle meine 255 Seiten konvertiert und sahen zumindest im Web Editor gut aus. Aber jetzt kommt’s. Als ich meine Seiten nun „veröffentlichen“ wollte, d.h. die alten Seiten sollten überschrieben und die konvertierten Seiten im Web sichtbar werden, da wurde mir zum ersten Mal angezeigt, dass der Web Editor maximal 120 Seiten verarbeiten kann. Nie zuvor wurde ich warnend darauf hingewiesen. Ich versuchte es trotzdem, aber nach ein paar Stunden brach das Programm ab, ohne dass eine einzige Seite überschrieben war.

Meine letzte Hoffnung war die Hotline. Diesmal gab es nicht gleich die altbekannte Auskunft, dass der Web Editor das nicht kann, sondern ich würde nach Rücksprache mit den Software-Entwicklern per Email kontaktiert werden. Gehofft hatte ich ja auf eine positive Antwort, aber richtig dran geglaubt hatte ich doch nicht. Und so kam es auch: „Nein, der Web Editor kann nur 120 Seiten verarbeiten. Prüfen Sie daher ggf. einmal die Löschung einiger Seiten. Sollten Sie die Website noch weiter ausbauen wollen, empfehlen wir Ihnen jedoch den Neuaufbau der Seite unter Verwendung eines CMS wie Wordpress oder Joomla.“

3 Wochen Arbeit umsonst, weil es eine absolut besch…. Information zum Web Editor gab. Danach ein paar ebenso besch… Vorschläge (z.B. Löschung einiger Seiten) und der einzige gute Rat, in Zukunft nicht auf das Kleinkinder-Spielzeug Web Editor zu bauen, sondern mit Wordpress die Seiten aufzubauen.

Hätte man die Beschränkungen des Web Editors nicht von Anfang an etwas deutlicher machen können, bevor ich 3 Wochen sinnlos mit der Konvertierung verplempere? Der Web Editor mag ja für das Poesiealbum eines 10-jährigen Mädchens geeignet sein, und hat damit auch seine Berechtigung. Aber das sollte man bitte auch klar von Anfang an kommunizieren. Ich kann nur kotzen, über diese Informationspolitik von One.com, die mir wertvolle 3 Wochen Zeit geraubt hat. Immerhin stand auch in einer Antwort, dass sie meine Frustration verstehen – na toll.